Bestandsdepot

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 21. Mai 2026

Diese Fassung ist für den öffentlichen Website-Entwurf vorgesehen. Vor Live-Schaltung eines kostenpflichtigen Checkouts sollte sie rechtlich geprüft und mit Widerrufsbelehrung, AVV, Datenschutz und Zahlungsprozess abgeglichen werden.

1. Anbieter und Geltungsbereich

Anbieter der Webanwendung Bestandsdepot ist bestandsdepot, Inh. Jochen Hesse, Einzelunternehmen, Schloßstr. 12, 38179 Schwülper, Deutschland, E-Mail: mail@bestandsdepot.de.

Diese AGB gelten für die Nutzung der unter app.bestandsdepot.de bereitgestellten Webanwendung, des Mieterportals unter mieter.bestandsdepot.de sowie für damit verbundene Pakete, Testphasen und Zusatzleistungen.

Bestandsdepot richtet sich an private Vermieter in Deutschland und ist auf deutsche Mietverwaltungs-, Abrechnungs- und Steuerprozesse ausgerichtet.

2. Leistungsgegenstand

Bestandsdepot ist eine Software-as-a-Service-Anwendung zur Verwaltung von Immobilienbeständen. Die Anwendung unterstützt insbesondere bei Objekt- und Einheitenverwaltung, Mieterdaten, Mietverträgen, Buchungen, Dokumentenablage, Betriebskostenabrechnung und steuerbezogenen Übersichten.

Bestandsdepot ist ein Organisations-, Berechnungs- und Dokumentationswerkzeug. Der Anbieter erbringt keine Rechtsberatung, Steuerberatung, Finanzberatung oder Hausverwaltungsleistung.

Maßgeblich ist der Funktionsumfang, der im gebuchten Paket freigeschaltet ist. Geplante, angekündigte oder als Beta bezeichnete Funktionen sind erst dann geschuldeter Vertragsbestandteil, wenn sie ausdrücklich freigeschaltet und in die Leistungsbeschreibung aufgenommen wurden.

3. Registrierung und Nutzerkonto

Für die Nutzung ist ein Nutzerkonto erforderlich. Der Nutzer muss wahrheitsgemäße und aktuelle Angaben machen.

Der erste Kontoinhaber sowie aktive Administratoren eines Mandantenkontos dürfen das Konto verwalten, Pakete buchen oder ändern, Zusatzleistungen beauftragen, Nutzer einladen, Kündigungen erklären und den Auftragsverarbeitungsvertrag annehmen.

Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln. Der Nutzer muss den Anbieter unverzüglich informieren, wenn ein Missbrauch oder ein unbefugter Zugriff vermutet wird.

4. Pakete, Preise und Zusatzleistungen

Bestandsdepot wird in den Paketen Start, Plus, Pro und Portfolio angeboten. Die konkreten Leistungen, Limits und Preise ergeben sich aus der im Zeitpunkt der Buchung angezeigten Leistungs- und Preisübersicht.

Monatsabos werden monatlich abgerechnet. Jahresabos werden jährlich im Voraus abgerechnet. Der Jahrespreis entspricht grundsätzlich zehn Monatsraten des jeweiligen Pakets, soweit im Checkout kein anderer Gesamtpreis ausgewiesen ist.

Zusatzleistungen wie KI-Dokumentenauswertung, Kommunikationspakete, Versandkanäle, Migration oder Premium-Onboarding werden nur Vertragsbestandteil, wenn sie gesondert gebucht oder ausdrücklich vereinbart werden.

Alle Preisangaben im Checkout sind Gesamtpreise inklusive etwaiger gesetzlicher Steuern und Preisbestandteile. Maßgeblich ist der Preis, der dem Nutzer unmittelbar vor Abgabe der Bestellung angezeigt wird.

5. Kostenlose Testphase

Der Anbieter kann eine kostenlose Testphase von 30 Tagen ohne Hinterlegung einer Kreditkarte anbieten.

Während der Testphase entsteht kein kostenpflichtiges Abonnement. Nach Ablauf der Testphase endet der Testzugang, wenn der Nutzer nicht aktiv ein kostenpflichtiges Paket bucht.

6. Vertragsschluss und Zahlung

Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt zustande, wenn der Nutzer im Online-Checkout ein Paket oder eine Zusatzleistung auswählt, die Bestellübersicht mit Preis, Laufzeit und wesentlichen Leistungsmerkmalen angezeigt bekommt und die Bestellung über eine eindeutig als zahlungspflichtig gekennzeichnete Schaltfläche absendet.

Vor Abgabe der Bestellung werden dem Nutzer diese AGB, die Datenschutzerklärung und, soweit der Nutzer personenbezogene Daten Dritter verarbeitet, der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) einschließlich technischer und organisatorischer Maßnahmen (TOM) zur Verfügung gestellt.

Die Zahlung erfolgt über die im Checkout angebotenen Zahlungsmittel, insbesondere Stripe. Rechnungen und vertragsrelevante Mitteilungen können elektronisch an die im Konto hinterlegte Login- oder Rechnungs-E-Mail-Adresse gesendet werden.

7. Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu. Die Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung, die im Checkout bereitgestellt wird.

Der Anbieter ermöglicht den sofortigen Zugriff auf Bestandsdepot nach der kostenpflichtigen Buchung. Widerruft ein Verbraucher fristgerecht, erstattet der Anbieter die für den widerrufenen Vertrag gezahlten Entgelte vollständig.

8. Laufzeit und Kündigung

Monatsabos laufen auf unbestimmte Zeit und können jederzeit mit Wirkung zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden.

Jahresabos laufen für die jeweils gebuchte Jahreslaufzeit. Sie können jederzeit mit Wirkung zum Ende der bezahlten Jahreslaufzeit gekündigt werden. Eine anteilige Erstattung für nicht genutzte Restmonate erfolgt nicht, soweit kein gesetzlicher Anspruch besteht.

Wenn Verbrauchern der Vertragsschluss über eine Webseite ermöglicht wird, stellt der Anbieter eine gesetzeskonforme Online-Kündigungsmöglichkeit bereit. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

9. Zahlungsverzug und Sperrung

Schlägt eine Zahlung fehl oder ist eine fällige Forderung offen, informiert der Anbieter den Nutzer per E-Mail.

Wird der offene Betrag nicht innerhalb von 14 Tagen nach Hinweis ausgeglichen, darf der Anbieter den Zugriff auf kostenpflichtige Funktionen angemessen einschränken oder sperren.

Eine Sperrung entbindet den Nutzer nicht von der Zahlung bereits fälliger Entgelte. Berechtigte Interessen des Nutzers an Datenexport und Datensicherung werden angemessen berücksichtigt.

10. Preisänderungen

Preisänderungen für neue Buchungen, Paketwechsel oder Zusatzleistungen gelten ab dem Zeitpunkt, zu dem sie im Checkout oder Angebot ausgewiesen werden.

Für bestehende kostenpflichtige Verträge gelten Preiserhöhungen nur, wenn der Nutzer ihnen ausdrücklich zustimmt. Ohne Zustimmung bleibt der bisherige Preis bis zur Kündigung oder bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit bestehen.

11. Änderungen der Anwendung und Updates

Der Anbieter entwickelt Bestandsdepot fortlaufend weiter und stellt erforderliche Aktualisierungen bereit, insbesondere Sicherheits-, Wartungs- und Kompatibilitätsupdates.

Änderungen an Funktionen sind zulässig, wenn ein triftiger Grund besteht, etwa Sicherheit, rechtliche Anforderungen, technische Weiterentwicklung, Missbrauchsschutz, Stabilität, Kompatibilität oder Verbesserung der Anwendung.

Roadmap-Hinweise und öffentliche Produktankündigungen begründen keinen Anspruch auf Bereitstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt.

12. Pflichten des Nutzers

Der Nutzer darf Bestandsdepot nur rechtmäßig und im vorgesehenen Umfang nutzen. Er darf nur Daten und Dokumente hochladen oder verarbeiten, zu deren Verarbeitung er berechtigt ist.

Rechtswidrige Inhalte, Schadsoftware oder Inhalte, die Rechte Dritter verletzen, dürfen nicht hochgeladen werden. Besondere Kategorien personenbezogener Daten, Ausweisdaten oder sonstige besonders sensible Daten sollen nur verarbeitet werden, wenn dies erforderlich und rechtlich zulässig ist.

Der Nutzer ist dafür verantwortlich, Eingaben, Berechnungsergebnisse, Abrechnungen, Exporte und Dokumente vor einer Verwendung gegenüber Dritten zu prüfen.

13. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit der Anbieter personenbezogene Daten des Nutzers zur Bereitstellung der Anwendung verarbeitet, gilt die Datenschutzerklärung.

Soweit der Nutzer personenbezogene Daten Dritter, insbesondere Mieterdaten, in Bestandsdepot verarbeitet, handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO. In diesem Fall gilt ergänzend der separat bereitgestellte AVV mit TOM.

14. Verfügbarkeit, Wartung und Support

Der Anbieter bemüht sich um einen zuverlässigen und sicheren Betrieb der Anwendung. Eine bestimmte Mindestverfügbarkeit wird im Standardpaket nicht zugesagt.

Wartungsarbeiten, Sicherheitsmaßnahmen, Updates oder Störungen können die Verfügbarkeit zeitweise einschränken. Support erfolgt über die vom Anbieter bereitgestellten Kontaktwege.

15. Sperrung und außerordentliche Kündigung

Der Anbieter darf den Zugriff ganz oder teilweise sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für Missbrauch, Sicherheitsrisiken, rechtswidrige Nutzung, erhebliche Vertragsverstöße oder unbefugte Zugriffe bestehen.

Soweit zumutbar, wird der Anbieter den Nutzer vorher informieren und Gelegenheit zur Abhilfe geben. Bei akuter Gefahr für Daten, Systeme, andere Nutzer oder Dritte ist eine sofortige Sperrung zulässig.

16. Datenexport und Datenlöschung nach Vertragsende

Nach Vertragsende kann der Anbieter den Zugriff auf kostenpflichtige Funktionen beenden und den Zugang auf Export- und Löschfunktionen beschränken.

Der Nutzer erhält für 90 Tage nach Vertragsende Gelegenheit, seine Daten zu exportieren oder zu löschen, soweit keine gesetzlichen oder technischen Gründe entgegenstehen.

Nach Ablauf dieses Zeitraums darf der Anbieter die Kundendaten löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten, Nachweisinteressen oder Sicherheitsgründe entgegenstehen.

17. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften.

Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und beschränkt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.

Der Anbieter haftet nicht für fehlerhafte Ergebnisse, soweit sie auf unrichtigen, unvollständigen oder verspäteten Eingaben des Nutzers beruhen.

18. Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB ändern, wenn sachliche Gründe bestehen, insbesondere Änderungen der Rechtslage, technische Weiterentwicklung, neue Funktionen, Sicherheitsanforderungen oder Anpassungen des Geschäftsmodells.

Nachteilige oder wesentliche Änderungen werden nur wirksam, wenn der Nutzer ihnen ausdrücklich zustimmt oder sie für neue Buchungen, Paketwechsel oder Zusatzleistungen gelten. Preisänderungen richten sich ausschließlich nach Abschnitt 10.

19. Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften bleiben unberührt.

Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Der Anbieter ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.